Der Eisenacher Aufbruch unterstützt den Solidaritätskreis „Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz bei Opel Eisenach und den Zulieferern“

Der Vorstand des Eisenacher Aufbruch hat einstimmig beschlossen,  den neu gegründeten Solidaritätskreis „Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz bei Opel Eisenach und den Zulieferern“ zu unterstützen und sich an der aktiven Solidaritätsarbeit zu beteiligen. Hier kann man die Pressemitteilung des Solidaritätskreises lesen!

Mitglieder des Eisenacher Aufbruch beteiligen sich bisher an den Aktionen vorm Tor, der Mahnwache und sammeln Unterschriften.  Die Räume unserer Kulturwerkstatt EA  stellen wir dem Solidaritätskreis für seine Treffen zur Verfügung.

Am Samstag hat zur Wartburg-Rallye bereits eine erfolgreiche Mahnwache stattgefunden.

  • Es wurden 144 Unterschriften gegen die drohende Werkschließung gesammelt
  • Es wurde über 100 Euro Spenden gesammelt.

Am Montag soll die vorläufig letzte Schicht für dieses Jahr laufen.

Daher will der Solikreis den ganzen Montag eine Mahnwache vor dem Opel-Tor organisieren.
Außerdem wird die Montagsdemo, 4.10.21 um 17 Uhr – Marktplatz / Eingang Karlstraße die  Solidarität gegen die Vernichtung tausender Arbeitsplätze in der Region zum Hauptthema machen!

Jede/Jeder von Euch/Ihnen, der das unterstützen möchte kann etwas tun!

  • Unterschriften sammeln  (hier geht es zur Unterschriftenliste Opel-Solidarität)
  • Zur Montagsdemo kommen
  • Die Mahnwache vor dem Opel-Tor kann mit  Kaffee, Tee,  Kuchen oder Gebäck versorgen
  • Zum Solikreis-Treffen am Dienstag 5.10.21 – 16 Uhr in die Kulturwerkstatt kommen, wo weitere Aktivitäten beraten werden.

Solidarität mit dem Kampf um alle Arbeitsplätze im Opelwerk und seinen Zulieferbetrieben! Die kalte Schließung des Werkes muss verhindert werden!

Nachdem die Geschäftsleitung bei der Betriebsversammlung am Dienstag nichts Neues zu verkünden hatte, wurde die Belegschaft nur 48 Stunden später darüber informiert, dass Montag ihr letzter Arbeitstag für dieses Jahr ist!

Grund sei Teilemangel als Auswirkungen der Corona-Krise. Das sind aber keine neuen Fakten!

Wie Kollegen berichteten, werden nicht nur die Bänder leer gefahren wie noch nie, sondern auch sämtliche übrigen Bauteile in das Werk in Sochaux/Frankreich gebracht. Der Anlauf des Facelift Grandland X soll jetzt dort stattfinden.

Die Gefahr einer Schließung des Eisenacher Werks ist damit so akut wie noch nie. Das betrifft nicht nur die Opelaner, sondern auch Leiharbeiter, Mitarbeiter von Servicefirmen, Zulieferer und ihre Familien.  Seit mehr als 10 Jahren werden die Kollegen mit immer neuen Meldungen unter Druck gesetzt, wird auf Lohn verzichtet, wurden Arbeitsplätze abgebaut, um das Werk zu „sichern“. Auch die Landesregierung hat das immer wieder finanziell gefördert.

Es ist notwendig jetzt der Belegschaft den Rücken zu stärken, wenn sie kämpfen will,  um die befürchtete kalte Schließung zu verhindert.

Das hat doch System, wenn Stellantis mit dieser Überrumpelungstaktik ausgerechnet nach der Bundestagswahl ankommt und Fakten schafft, die Kollegen nach Hause schickt, das Werk leer fährt. Da kann man dann im Januar leicht  sagen „tut uns leid, aber dieses Werk wieder anzufahren, das ist nicht rentabel…“?

Arbeits- und Ausbildungsplätze werden in der Region und in Deutschland aber weiter gebraucht. Es ist richtig, für die Rettung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen im ganzen Konzern und Länderübergreifend zu kämpfen.

Sowohl ich als Stadtrat als auch der ganze Eisenacher Aufbruch stehen euch in eurem Kampf uneingeschränkt zur Seite!

Thomas May

Mitglied im Stadtrat für den Eisenacher Aufbruch

 

Erneut feige, faschistische Angriffe auf Kulturwerkstatt EA und RosaLuxx

Am Samstagabend wurde der Vorstand des Eisenacher Aufbruchs von Nachbarn darüber informiert, dass knapp drei Jahre nach dem faschistischen Anschlag vom Oktober 2018 wieder ein Pflasterstein im Schaufenster der Kulturwerkstatt EA landete. Die Polizei nahm am selben Abend den Vorgang auf und stellte Beweisstücke sicher und der EA hat Strafanzeige erstattet.

Auch die Fensterscheibe des RosaLuxx wurde eingeworfen. Der Eisenacher Aufbruch erklärt sich ausdrücklich solidarisch mit dem Wahlkreisbüro der Linken.

Wir gehen davon aus, dass das keine spontane Aktion war, sondern bewusst gegen den Eisenacher Aufbruch und seine antifaschistische Haltung in der Kommunalpolitik gerichtet ist. Wir gehen auch davon aus, dass dieser Anschlag wie vor drei Jahren einen faschistischen Hintergrund hat.

Hier wird sehr deutlich, wer glaubt das Problem faschistoider und faschistischer Kräfte löse sich, indem man sie ignoriert – wie bei der Masken-Affaire im Stadtrat – der irrt gewaltig!

Die Eisenacher Bürgerinnen und Bürger haben mehrheitlich eine antifaschistische Haltung. Es wird höchste Zeit, dass auch die politische Stadtspitze, die demokratischen Parteien und Organisationen endlich gemeinsam gegen Faschismus aktiv werden und  jede Spaltung wie durch das Eisenacher Bündnis gegen Rechts zurückweisen.

Kein Fußbreit den Faschisten!

 

 

Brief zu Aktionen am 1. Mai – von EA an DGB

Lieber Michael Lemm,
wir haben heute 1 Woche vor dem 1. Mai. Uns ist bekannt, dass Du von Seiten des DGB aus Aktionen zum 1. Mai angemeldet hast. Bei aller Vorsicht und Ungewissheit, wäre es höchste Zeit von Euch zu hören, was dieses Jahr geplant ist und wie wir uns beteiligen können.
Wir vom Eisenacher Aufbruch sind seit unserer Gründung 2003 immer am 1. Mai bei den DGB-Kundgebungen und Familienfesten mit einem Stand vertreten gewesen – außer im letzten Jahr, wo das von Euch abgesagt wurde. Wir würden uns gerne wieder beteiligen und wenn möglich wieder einen Stand machen.
Sicher die Inzidenzen in Eisenach sind gefährlich hoch und der Gesundheitsschutz ist dringend zu gewährleisten und man kann noch nicht genau sagen, was laut Infektionsschutzgesetz am 1. Mai an Aktivitäten möglich ist.
Zugleich ist es notwendig, Flagge zu zeigen Für Gesundheitsschutz – gerade am Arbeitsplatz, Für den Erhalt von Arbeitsplätzen, Für eine Sozial- und Bildungspolitik wo Kinder, Jugendliche und die Familien im Mittelpunkt stehen!
Es ist gerade in Eisenach auch wichtig ein Zeichen zu setzen, gegen NDP-AfD-Querdenker und Corona-Leugner.
Der 1. Mai ist genau der richtige Tag dafür.
Es kann ja nicht die Absicht des DGB sein, sich mit seinem sozialen und politischen Anspruch und  seinen Möglichkeiten, breit unterschiedliche Kräfte für wichtige, positive Forderungen zusammen zu schließen – unsichtbar zu bleiben.
Wir hoffen bald von Euch zu hören.
Mit solidarischen Grüßen
Hanna Hofmann, Vorstandssprecherin Eisenacher Aufbruch

Montagsdemonstration zum 110. internationalen Frauentag

Gesundheitsschutz vor Profit! Keine Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung und vor allem die Frauen

In der Pandemie sind die Familien und die Frauen besonders belastet mit Kinderbetreuung, Homeschooling und Homeoffice. Durch Kurzarbeit ist in vielen Familien weniger Geld in der Haushaltskasse, gleichzeitig steigen die Lebensmittelpreise.  Auch nimmt die Gewalt gegen Frauen und Kinder zu.

Der internationale Frauentag, an dem Frauen seit 110 Jahren für ihre Rechte kämpfen, kommt hier genau richtig.  Darum macht Montag, den 8.3.2021 – 16:15 Uhr auf dem Marktplatz die Montagsdemo Eisenach die Forderungen von Frauen und Mädchen auf ihrer Kundgebung zum Thema.

Nach wie vor leiden besonders die Frauen und Kinder unter dem Krieg in Syrien, Jemen, Afghanistan und vielen anderen Ländern. Gerade am 8. März fühlen wir uns verbunden mit dem Kampf von Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt. Sie rebellieren gegen Frauenfeindlichkeit, Rassismus und Faschismus!  Für das Recht auf Selbstbestimmung!

Die Frauen und Kinder in den Flüchtlingslagern in Griechenland, in Bosnien, der Türkei, Syrien und Nordafrika brauchen besonders unsere Solidarität.

Sie wollen Frieden, Frauenrechte und soziale Rechte! Frauen sind daher besonders aktiv im Kampf für diese Rechte und gegen Diktatoren wie in Belarus oder Myanmar. Eine Ermutigung für alle Frauen!

Die heutige Situation zeigt: die Befreiung der Frau erfordert eine befreite Gesellschaft.