Super! Fridays for Future auch in Eisenach

Am 1.3.2019 waren erstmals Schüler aus Eisenach, Ruhla, Gerstungen und
weiteren Orten der Region auf dem Marktplatz in Eisenach, um sich an
„Fridays for Future“ zu beteiligen. Super dass diese Bewegung nun auch hier aktiv ist. Der Eisenacher Aufbruch beglückwünscht die Schüler in der Region, dass sie Bestandteil dieses Protestes wurden.

“FRIDAYS for FUTURE” Marktplatz Eisenach am 1.3.2019

Die weltweiten Schülerstreiks sind völlig richtig! Es ist wichtig, auf die Straße zu gehen oder zu streiken, um etwas gegen die beginnende Klimakatastrophe zu tun. Es ist nötig, dass sich weitere gesellschaftliche Kräfte anschließen! Parteien wie die Linke oder die MLPD stattdessen ausschließen zu wollen, schwächt dagegen die Bewegung.

Was den Schülern, der Jugend unter den Nägeln brennt, ist, dass ihre Zukunft, ein Leben in Einklang mit der Natur auf diesem Erdball auf dem Spiel steht. Wir haben es 2018 gesehen – so schön ein warmer Sommer ist, die Auswirkungen sind verheerend: Ernte-Einbußen, Waldbrände, vertrocknende Bäume und …

Sie klagen die Erwachsenen an, ihr nehmt uns unsere Zukunft. Es sind jedoch nicht einfach die Erwachsenen an sich, die diese Welt aufs Spiel setzen. Beim Dieselskandal, beim Kohleausstieg geht es um die Interessen einer Handvoll Aktionäre und Konzernvorstände.

Die Proteste im Hambacher Wald von Jung und Alt haben so beeindruckt, dass die Gerichte den weiteren Abbau der Kohle dort erst einmal gestoppt haben. Das war ein erster Schritt. Schon die Vereinbarung zum Kohleausstieg, die Regierung Industrie, Bundesländer und ausgewählte Umweltverbände geschlossen haben, zeigt: Ernst gemeint ist das kaum! Enorme Gelder sollen den internationalen Großkonzernen als Entschädigung zufließen, für die Bevölkerung gibt es Trostpflaster statt Arbeitsplätze und der CO2-Ausstoß bleibt noch über Jahre zu hoch.

Zurzeit versucht die deutsche Regierung wieder an den Grenzwerten für die Luftbelastung zu drehen, um der deutschen Autoindustrie zu helfen. So geht das nicht weiter. In der Verkehrspolitik muss es eine radikale Wende geben. Die Abschaffung von Verbrennungsmotoren alleine hilft da auch nicht weiter. Umweltschutz, Gesundheit, lebenswerte Arbeitsbedingungen müssen mit einem Leben im Einklang mit der Natur vereinbar sein. Das ist alternativlos!
Es ist absolut richtig, wenn die Schüler fordern:
System change
NOT climate change!

Wenn die Mächtigen im Staat nicht handeln und die Zukunft der Welt an die Wand fahren, dann muss sich an diesen Machtverhältnissen etwas ändern!

Es ist schon ein Witz, wenn sich die Schüler für diesen Streik die Erlaubnis von der Schulleitung holen sollen und dann gefordert wird, es muss auch bald Schluss sein mit dem Streiken. 4-5% des Unterrichts in Thüringen fiel 2018 aus, das wird wenig thematisiert. Aber wenn die Schüler selbst handeln, dann hagelt es Ermahnungen – sie sollen den Unterricht bloß nachholen. Die vielfältigen Plakate auf dem Markt am 1.3.2019 beweisen doch deutlich, dass ernsthaft gelernt wird!


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