SWG und Stadtspitze lassen mit Polizeihilfe die Bäume beim Elefanten fällen

Am Samstag demonstrierten die Einwohner noch für der Erhalt der Bäume

SWG und Stadtspitze lassen mit Polizeihilfe die Bäume beim Elefanten fällen

Die Mehrheit der Bäume auf dem Elefantenspielplatz wurde heute Nachmittag gefällt.
Wir Aktivisten für den Erhalt der wertvollen alten Bäume sind UNENDLICH WÜTEND und TRAURIG.

Nachdem am Morgen die Baumfällfirma aus Mühlberg wieder abrücken musste, kam sie am nach Mittag mit SWG Chef Wagner, Bürgermeister Ihling und unter dem Schutz der Polizei wieder. Einwohnerinnen und Einwohner, die sich verzweifelt an die Bäume klammerten wurden mit Polizeigewalt weggezogen. Es wurde keine Rücksicht auf kranke Menschen genommen. Eine Aktivistin der Bürgerinitiative Thälmannviertel brach zusammen und der Notarzt musste gerufen werden. Das alles interessierte weder die Polizei noch Herrn Wagner. Erst zum Feierabend, als die Mehrheit der Bäume unter lautstarkem Protest vieler Eisenacher gefällt waren, rückte die Firma erst mal wieder ab.

Was von Stadtspitze und der Mehrheit im Stadtrat hier zu verantworten ist, das ist ein unentschuldbares UMWELTVERBRECHEN und rücksichtslose Machtpolitik gegen Bürgerinnen und Bürger!

Bürgermeister Ihling machte letzte Woche mit Hilfe der Eisenacher Lokalpresse Stimmung für die Baumfällungen zugunsten des Bauprojekts.

Ein Schuft, wer Böses dabei denkt und ihn als Interessensvertreter der SWG sieht. NEIN, er ist natürlich ganz unabhängig, wie es sich für einen Bürgermeister gehört – ODER ETWA NICHT?!

  • Es ginge darum, Wohnungen für alte und behinderte Menschen zu schaffen, damit sie im Wohnviertel bleiben können. GEHT ES WIRKLICH DARUM?
  • Warum werden dann nicht die vielen im Erdgeschoss leerstehenden Wohnungen barrierefrei umgebaut? VIELLEICHT AUS PROFITGRÜNDEN?
  • Für den Umbau von Wohnungen gibt es weit weniger Fördergelder als die Millionen, welche die SWG für einen Neubau erhält. ACH SO – DER PROFIT für die SWG STEIGT!
  • Und der Spielplatz für die Kinder wird ja verlegt und größer und schöner! Aber die laut Planung dafür notwendigen 1,2 Millionen Euro, die will man nicht ausgeben! Vielleicht von Vorneherein ein Ablenkungsmanöver und EINE LUFTNUMMER?!
  • Und die Alten wollen zwar altersgerechte Wohnungen, aber sie wollen auch die Bäume und grüne Lunge im Stadtviertel erhalten und kämpfen dafür seit langem! INTERESSIERT DAS DIE STADT?
  • Ja, dafür hat sie doch ein prämiertes Klimaschutzprogramm und mittlerweile sogar ZWEI Klimamanagerinnen. DAS MUSS REICHEN!
  • Wer Bäume fällt, der kann danach dann richtig was fürs Klima tun und neue Bäumchen pflanzen. Ob die dann wirklich groß werden, weiß man zwar nicht (siehe Bahnhofstrasse). Aber alle Stadtväter und Stadtmütter, die für das UMWELTVERBRECHEN im Thälmannviertel verantwortlich sind, können dann wenigstens GUT SCHLAFEN.

WIR VERSPRECHEN EUCH: WIR SCHLAFEN NICHT!

 

Gegen das ROLLBACK in der Umweltpolitik! Gemeinsam eine lebenswerte Zukunft erkämpfen!

Von 6. bis 18.11. treffen sich die Regierungen der Welt zur UN-Klimakonferenz in Ägypten.
Anlässlich dieses Treffens rufen wir im Wartburgkreis alle friedensbewegten Menschen,
alle denen aus vielfältigen Gründen Umweltschutz am Herzen liegt, die NEIN sagen zu
einer Politik der Abwälzung der Krisen- und Kriegslasten auf:

Macht mit beim Weltklima-Aktionstag in Eisenach
am 12.11. ab 10 Uhr auf dem Eisenacher
Markt!

Das ist nötig, denn die Welt bewegt sich auf den Abgrund eines Atomkriegs und eine
globale Umweltkatastrophe zu. Die Bundesregierung befeuert diese Richtung mit all dem,
was wir schon glaubten, überwunden zu haben: Atomkraftwerke, Fracking, LNG-Gas,
Kohle. So schnell und nachhaltig hat sich noch keine Regierung von ihren
Wahlversprechen verabschiedet! Wir sind nicht bereit das hinzunehmen und die Welt den
Profiteuren von Krieg und Umweltzerstörung zu überlassen.

Wir klagen die mutwillige Zerstörung der Lebensgrundlagen an und schließen uns zusammen, zum Beispiel:

  • im Thälmann-Viertel, wo die Anwohner gegen Abholzung und Flächenversiegelung und
    für den Erhalt ihres Viertels kämpfen
  • im Werratal, wo sich die Menschen gegen die Umweltzerstörung durch K+S wehren.
  • im gemeinsamen Kampf der Arbeiter- und der Umweltbewegung, so wie die Bergleute im Ruhrgebiet gegen die Politik der verbrannten Erde der Ruhrkohle kämpfen.

Alle beteiligten Kräfte können ihre Flyer, Zeitungen und Literatur auslegen und anbieten.
Es wird ein offenes Mikrophon auf antifaschistischer Grundlage geben.


Bisherige Unterstützer: Montagsdemo Eisenach, Eisenacher Aufbruch, BI Thälmannviertel, Mitglieder der Umweltgewerkschaft, MLPD, Rebell

Montagsproteste JA – aber fortschrittlich!

In Eisenach wie in ganz Thüringen „spazieren“ montags immer noch Zehntausende zusammen mit Faschisten und AfD in dem Irrglauben, damit gegen den Krieg, die Krisen und die Regierung zu protestieren.

Das ist ein gefährlicher Irrweg! Beim Protest gegen die Kriegstreiberei, die Krisen und ihre Auswirkungen – beim Aufstellen unserer Forderungen gibt es keinerlei Gemeinsamkeiten mit AfD und Faschisten. Deren Programme, deren Forderungen richten sich gegen die Interessen der Menschen.

  • Die AfD fordert einen Arbeitsdienst für Hartz-IV-Betroffene.
  • Sie werfen sich für die Automobil- und Energiekonzerne in die Bresche und fordern gegen jede wissenschaftliche Position die endlose Verbrennung fossiler Rohstoffe.
  • Sie wollen „Deutschland zuerst“: also die Interessen deutscher Konzerne, deutscher Waffenhersteller vertreten
  • und Migranten und ausländische Mitbürger zu Verursachern von Krisen und Kriegen abstempeln!

„Querdenken“ hilft nur Faschisten und internationalen Großkonzernen.

Wir rufen auf, die Kundgebungen der bundesweiten Montagsdemonstrationsbewegung zu unterstützen, auch weil es dort Aufklärung gibt über diese Zusammenhänge.

Es ist notwendig, diejenigen „Spaziergänger“, denen es um wirklichen Protest gegen kapitalistische Krisen und Kriege geht, zu überzeugen: „Faschismus ist keine Meinung – sondern ein Verbrechen!“

Die nächste Montagskundgebung der bundesweiten Montagsdemonstrationsbewegung
ist am 7.11.22 um 17 Uhr auf dem Marktplatz – Eingang Karlstrasse.

Wer gegen die Regierung protestieren und kämpfen will, der muss zu den fortschrittlichen Montagsdemos kommen. Warum wohl werden die in den etablierten Medien komplett totgeschwiegen?